Warum wir uns über Lebensmittelverschwendung Gedanken machen müssen - und mehr als du vielleicht denkst

Wie oft denkst du in deinem Alltag über Lebensmittelverschwendung nach? Häufig? Hin und wieder? Nie?

Wir von Too Good To Go hoffen, dass wir dein Bewusstsein für  Lebensmittelverschwendung etwas erweitern können, und auch Neues mit dir teilen können. Dabei ist es ganz egal, ob du der Inhaber eines gastronomischen Betriebs, ein Entscheidungsträger in der Lebensmittelindustrie oder Konsument bist. Wir möchten dir einfach bewusster machen, was bei diesem Thema alles auf dem Spiel steht. Denn du selbst kannst einen Unterschied machen, klein oder groß.

Von Zeit zu Zeit brauchen wir einen Realitätscheck, um die Auswirkungen unseres Handelns zu verstehen, gerade auch, wenn das etwas unangenehm sein kann.


Die unbequeme Wahrheit über Lebensmittelverschwendung

Wäre Lebensmittelverschwendung ein Land, wäre es der drittgrößte CO2-Emittent hinter den USA und China. Jede Mahlzeit, die über Too Good To Go gerettet wird, spart etwa zwei Kilogramm CO2 ein. Das hört sich jetzt nicht direkt nach viel an, aber wenn du überlegst, wie viel wir einsparen können, wenn wir alle zusammen daran arbeiten, dann kommt einiges zusammen!

Jedes Jahr wandern alleine in Österreich 577.000 Tonnen (ja, das sind 577.000.000 kg) Lebensmittel in den Abfall. Das ist genug, um drei Milliarden Menschen zu ernähren - also fast die Hälfte der Weltbevölkerung! Im Jahr 2050 werden ca. neun Milliarden Menschen auf der Erde leben. Um uns alle im Jahr 2050 ernähren zu können, während dabei die Menge der Lebensmittelverschwendung gleich bleibt, müssten wir die Produktion von Lebensmitteln um 70% erhöhen. Aber dafür haben wir wohl nicht genügend landwirtschaftliche Fläche. Dieses Problem wirft auch der aktuelle IPCC Report auf. Im Moment haben wir in der Theorie mehr als genug Essen, aber in 30 Jahren werden wir vor der Herausforderung stehen, Probleme zu haben jeden zu ernähren - gerade, wenn wir weiterhin so viel wegwerfen. Also, warum verschwenden wir so viel?


Wir wünschten, wir hätten die Antwort. Und die perfekte Lösung.

Lebensmittelverschwendung ist ein ziemlich großes Thema. Um dieses Problem zu lösen, brauchen wir mehr als nur eine Lösung. Too Good To Go bietet für Konsumenten und Betriebe eine konkrete Antwort für das Problem, aber um Lebensmittelverschwendung vollständig zu verhindern, muss noch so viel mehr auf allen Ebenen getan werden.

Lebensmittelverschwendung tritt auf allen Ebenen auf - vom Acker bis zur Gabel. In Entwicklungsländern entstehen 40% der Lebensmittelabfälle nach der Ernte und in der Weiterverarbeitung u. a. durch den eingeschränkten Zugang zu optimalen Kühlungssystemen am Erntestandort. In den Industriestaaten hingegen erfolgen mehr als 40% der Lebensmittelverschwendung im Einzelhandel und bei den Konsumenten.

Wir können deutlich sehen, dass wir mehr als eine Lösung brauchen, um dieses globale Problem in den Griff zu bekommen. Konsumenten müssen sich bewusst darüber sein, welchen Einfluss der eigene Umgang mit Lebensmitteln hat. Auch Supermärkte müssen dringend Veränderungen umsetzen. Restaurants müssen besser im Verwerten der Lebensmittel werden. Landwirtschaftliche Anbauflächen brauchen mehr Aufmerksamkeit - und so weiter. Das Problem ist überall, weshalb es die Lösung ebenfalls sein muss.


Aber es gibt nicht nur schlechte Nachrichten

Die Vereinten Nationen haben 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung definiert, um manche der Hauptprobleme, denen wir global gegenüberstehen, entgegenzuwirken. Zu jenen gehören z. B. Armutsbekämpfung, Bildung und Zugang zu sauberem Wasser. Zwei dieser 17 Ziele beschäftigen sich mit Nahrung, nämlich die Punkte “Ernährungssicherheit” und “nachhaltiger Konsum”.


Ziel 2: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen, eine nachhaltige Landwirtschaft fördern

Ziel 12: Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen


Wenn eine Organisation wie die UN das Thema auf ihre Agenda setzt, können wir nur hoffen, dass der Kampf gegen Lebensmittelverschwendung bald auch mehr Schwung erhält und diese ausufernde Verschwendung schließlich der Vergangenheit angehört.

Der Kampf gegen dieses Problem ist nicht nur hier und heute ein Thema . Es geht darum, eine existenzfähige Zukunft für alle zu sichern. Lebensmittelverschwendung betrifft sowohl das Klima als auch die vorhandenen Ressourcen. Wenn wir nicht alle etwas gegen die Verschwendung unternehmen, wird es nur Verlierer geben. 

Florian Schleicher
Waste Warrior

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