Fünf einfache Tipps, wie du Lebensmittelverschwendung reduzierst

Es kann so einfach sein Lebensmittelverschwendung zu vermeiden- oder zumindest zu reduzieren - egal, ob in einem Ein-, Zwei- oder Fünf-Personen Haushalt lebst. Du hast nahezu keinen Aufwand, das eigene Verschwenden erheblich zu reduzieren.


1 Regeln für smartes Einkaufen

Schreib doch deinen Einkaufszettel bevor du in den Supermarkt gehst und überlege was du wirklich gerade brauchst. Selbst mit nur zwei Minuten Zeit für die Erstellung deiner Liste verhinderst du, Lebensmittel doppelt zu kaufen oder Impulskäufe zu tätigen. Ein anderer Grund, warum wir oft mehr einkaufen als wir brauchen, sind die großen Einkaufswagen in den Supermärkten. Mit ihnen hast du oftmals das Gefühl, als hättest du noch nicht genug gekauft. Wenn du kannst, wähle einfach den kleineren Einkaufskorb oder bring dein eigenes Sackerl oder deinen Korb mit. Denk außerdem über die beliebten "Kauf 2 zum Preis von 1" Angebote oder andere Mengenrabatte nach. Oft geben wir mehr Geld aus, wenn es solche Angebote gibt, obwohl wir es nicht schaffen, alles davon zu verbrauchen.


2 Checke die Daten

Und damit meinen wir nicht den Geburstag von Tante Susi. Wir meinen die Daten auf deinen Lebensmitteln - weißt du, was sie bedeuten?

Viele Leute missverstehen nämlich ihre Bedeutung.

Das Verbrauchsdatum („Zu verbrauchen bis …“) ist gewöhnlich auf Fisch sowie Fleisch und Schalentieren zu finden. Diese Lebensmittel können dich krank machen, wenn du sie nach dem Verbrauchsdatum isst. Daher solltest du diese Produkte nach Ablauf des Datums nicht mehr konsumieren. 

Anders verhält es sich beim Mindesthaltbarkeitsdatum (“Mindestens haltbar bis ...”). Viele denken immer noch, es würde so etwas wie “sofort wegschmeißen nach ...” oder gar “giftig ab ...” bedeuten. Tatsächlich ist es so, dass du diese Lebensmittel im Regelfall auch nach Überschreiten des angegebenen Datums noch gut konsumieren kannst. Verlass dich dabei auch auf deine Sinne - schau, rieche und probiere einfach und teste so, ob das Produkt noch gut ist.


3 Verbrauche alles

Schenke deinem Gemüse doch ein bisschen Liebe - statt Obst und Gemüse mit kleinen Dellen und ein, zwei dunklen Stellen gleich wegzuwerfen, schau doch, wie du sie verwenden könntest. Eine kleine Delle hat schließlich noch niemanden wehgetan oder? ;) Unser Lieblingsbeispiel Banane: Schneide die braune Stelle an der Banane einfach ab und sie ist wie neu. Sie ist schon recht matschig? Wie wär’s mit ‘nem Smoothie, einer Bananenmilch oder Bananenbrot?

Eine kurze Google-Suche verrät dir zusätzlich viele tolle Rezepte, wie du Erdäpfelschalen, Karfiol- oder Apfelreste verwerten kannst. Natürlich ist es immer einfach, diese Reste einfach wegzuwerfen - aber du kannst sie auch wunderbar z.B für Suppen, als Chips oder extra Füllungen für Bratgerichte und so viel mehr genutzt werden. Es ist eine Win-Win-Win-Situation: Einerseits für dein Abendessen, die Umwelt deren wertvolle Ressurcen geschont werden und andererseits besonders für dein Geldbörserl.


4 Räum deinen Kühlschrank und die Gefriertruhe auf!

Wenn du mal ein bisschen zu viel von den Braterdäpfeln mit Karfiol gemacht hast, kannst du einfach den Platz in der Tiefkühltruhe nutzen oder verwende deine Mahlzeit für ein einfaches Mittag- oder Abendessen am nächsten Tag. Viele Gerichte vom Abend eignen sich super für deine Lunchbox oder für eine bunte kleine Snack-Runde. Nutze für kleine Mengen ein bisschen Platz im Kühlschrank, um sie als Snacks für später zu nutzen.

Gleichzeitig solltest du darauf achten, deinen Kühlschrank und die Gefriertruhe nicht zu überladen, damit du immer noch einen Überblick über den Inhalt hast. Das hilft dir auch für Tipp 1 (nicht die Dinge zu kaufen, die du bereits hast). Wenn du einen kleinen Kühlschrank hast, kannst du die eingelegten Produkte (wie rote Rüben oder Gurken im Glas, Senf usw.) nach hinten stellen, da sie länger haltbar sind. Milchprodukte, Gemüse und Obst kommen dann weiter vorne hin, damit du sie gut sehen kannst und die armen Kameraden nicht vergisst. Wenn du einen großen Kühlschrank hast, kannst du die einzelne Fächer z.B. nach der Art der Lebensmittel sortieren. Das Wichtigste ist ja immer, dass nichts davon im Abfall landet. 


5 Mach dir Notizen

Wenn du diese ersten einfachen Tipps einmal verinnerlichst, wirst du merken, wie viele Wege zum Supermarkt du dir sparen kannst. Falls du denkst, dass du gar nicht so viel weg wirfst, schreib doch ein oder zwei Wochen lang alles auf, was du in den Müll gibst. Dadurch erhälst du einen guten Überblick, wie viele Lebensmittel du vielleicht verschwendest. Der angefangene Becher Sauerrahm, die vier weichen Paradeiser, Parmesanreste... All das könntest du noch nutzen, zum Beispiel mit ein paar Nudeln und aus den Resten zauberst du eine köstliche Sauce (ich hatte eigentlich gar nicht vor, drei Sachen zu nennen, die zusammen in einer verwertet werden können. Es ist wahrscheinlich das Wetter und mein Unterbewusstsein die da zusammenarbeiten - es ist Pastawetter, findest du nicht auch? :).

Aber nun genug über Nudeln. Lebensmittel sind kostbar und verdienen unsere Liebe. Lass uns gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung kämpfen!

Florian Schleicher
Waste Warrior

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